| Die
Burgruine auf dem Bussen |
| Der Landkreis Biberach erwarb 1997
die Burg und das sie umgebende Gelände vom Fürstlichen Haus Thurn und Taxis
und richtete die geschichtsträchtige Anlage wieder so her, dass vom Bergfried
aus die herrliche Fernsicht rundum möglich ist. So schweift der Blick bei
guter Witterung von den Bayrischen bis zu den Schweizer Alpen, vom Ulmer
Münster weithin über die Schwäbische Alb. |
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Spätestens seit dem 13. Jahrhundert
befand sich hier eine Burganlage. Ob sie zum Reichsgut gehörte oder einer
der Ministerialenfamilien, lässt sich nicht sagen. Die Habsburger erwarben
sie um 1281 als Hausgut und wollten den Bussen zur Befestigung ausbauen.
Adelige Vögte verwalteten den Besitz von hier aus. Adelige Familien waren
zur "Burghut" verpflichtet, hatten also in Kriegszeiten Dienst zu tun. Im
14. Jh. erhielten die Truchsessen von Waldburg den Bussen als Pfand, der
Berg gehörte zu ihrer "Herrschaft Bussen", die jedoch Lehen Österreichs
blieb. |
| Die Schweden zerstörten im Dreißigjährigen
Krieg im Dezember 1633 die Burg. Weil Dürmentingen inzwischen Verwaltungssitz
der Herrschaft war, wurde die Bussenburg nicht mehr aufgebaut, sie zerfiel
und wurde als Steinbruch genutzt. Im Jahr 1785 erwarb Fürst Anselm von Thurn
und Taxis diese Herrschaft. Um 1870 sicherte das Haus Thurn und Taxis die
zerfallene Anlage und richtete die gut erhaltenen Reste des Bergfrieds als
Aussichtspunkt her. So zeugt die Ruine von Herrschaft und Politik, sie mahnt
zu Frieden und Verständigung. |